Auf dem Weg zum gemeinsamen Pastoralraum

 

Eine Stadt, ein Pastoralraum

Letzten September haben wir informiert, dass Bischof Felix Gmür für den 1. Januar 2022 die Schaffung eines Pastoralraums verfügt hat, «der die gleichen Grenzen wie die politische Gemeinde der Stadt Luzern haben wird».

Schon seit der Fusion der politischen Gemeinden Luzern und Littau gab es Überlegungen, die Zusammenarbeit zwischen den Kirchgemeinden und der Pastoral aller Luzerner Stadtteile zu vertiefen.

Strukturelle und inhaltliche Fragen angehen

Für die Umsetzung wurde ein breit abgestütztes Projekt in die Wege geleitet. Es geht nicht nur um strukturelle Fragen, sondern auch darum zu klären, welchen Beitrag die katholische Kirche für eine zukunftsfähige Stadt mit lebendigen Quartieren leisten kann. Die Projektgruppe, zusammengesetzt aus der Pastoral und Kirchgemeinden, hat eine Standortbestimmung durchgeführt und kommt zum Schluss, «dass niederschwellig bereits vielfältig zusammengearbeitet wird und insgesamt keine unüberbrückbaren Differenzen erkennbar sind, die in einem gemeinsamen Pastoralraum nicht gelöst werden könnten».

Pfarreien und Standorte bilden Koordinationskreise

Die Leitungsgremien aus Littau, Reussbühl und Luzern haben sich über verschiedene Varianten unterhalten, wie der gemeinsame Pastoralraum organisiert werden könnte. Sie kamen zum Schluss, dass sich im bestehenden Pastoralraum Luzern die Gliederung in eine territoriale (auf das Pfarreigebiet bezogene) und eine kategoriale (auf thematisch und fachliche Gebiet bezogene) Seelsorge bewährt hat. Beabsichtigt ist daher die Schaffung eines Koordinationskreises mit den Pfarreien St. Karl Luzern, St. Theodul Littau und St. Philipp Neri Reussbühl.

Fusion der Kirchgemeinden wird später thematisiert

Die Projektgruppe ist sich bewusst, dass mit einem Koordinationskreis, der aus Pfarreien unterschiedlicher Kirchgemeinden besteht, die Frage nach der Fusion der Kirchgemeinden aufkommt. Die Fusionsfrage soll jedoch zu einem späteren Zeitpunkt und im Rahmen eines separaten Projektes bearbeitet werden. Im Vordergrund steht vorerst die Schaffung des gemeinsamen Pastoralraums?

Wie geht es weiter?

Die Mitglieder der Kirchenräte und die Pastoralraumleitung haben entschieden, dass die Projektgruppe die anstehenden Arbeiten koordinieren und für die einzelnen Arbeitspakete Arbeitsgruppen einsetzen wird. Grundsatzentscheide zum Statut des Pastoralraumes und zu den Leistungsvereinbarungen zwischen den Kirchgemeinden  sollen noch vor den Sommerferien 2021 gefällt werden.

Bernhard Koch, Gemeindeleiter a.i.
Stefan Lingg, Kirchenratspräsident