Pfarreireise nach Israel 2.- 9. Oktober 2022

 

Gespannt betraten wir am Sonntagabend, 2. Oktober israelitischen Boden! Was für ein Erlebnis, selber im Land Jesu zu sein! Wir wurden von Maroun unserem Reiseleiter und Kamal unserem Buschauffeur herzlich begrüsst und die ganze Woche wunderbar betreut.

Nach einer kurzen Nacht trafen wir uns am Montag bereits um 6:00 Uhr zu einer Eucharistiefeier in der Grabeskirche. Weiter standen Yad Vashem, die Hirtenfelder von Betlehem, ein feiner Zmittag im «Beduinenzelt», die Geburtskirche von Betlehem und die Katholische Kirche von Betlehem auf unserem Programm. Was für ein Erlebnis in Betlehem zu sein, biblische Texte zu hören und die ersten Weihnachtslieder zu singen.

Am Dienstag fuhren wir talwärts Richtung Qumran Höhlen, nahmen ein Bad anderer Art im toten Meer, bestaunten Zachäus’ Baum in Jericho sowie den Berg der Versuchung.

Da die Juden ihren grössten Feiertag Jom Kippur am Mittwoch begingen, keine Autos fahren durften, waren wir zu Fuss unterwegs. Zuerst zum Lions Gate, weiter zum Haus von Anna der Mutter Mariens. Im Garten des Hauses hörten wir den Text des Gelähmten, der von Jesus gefragt wird: was möchtest DU?
Weiter ging unser Weg zum Gedenkort der Verurteilung durch Pilatus, den Kreuzweg der Via Dolorosa entlang bis zur Grabeskirche. Der Besuch der Klagemauer war an diesem Festtag ein besonderes Erlebnis. Wir sahen, wie die Juden feierten, wie sie das Schofar bliesen, wie sie sangen und tanzten.

Donnerstagmorgen hiess es Abschied von Jerusalem zu nehmen. Unser Chauffeur lud uns oben am Ölberg aus, wir besuchten die Vaterunser Kirche und spazierten den Ölberg hinunter bis zur Kirche Dominus Flevit. An idyllischer Lage hörten wir den Bibeltext vom Lukasevangelium 22,39-46 bis wir weiter zum Garten Getsemane mit seinen uralten Ölbäumen kamen und zur Kirche der Todesangst Christi. Nach einem letzten Blick auf die Stadtmauer Jerusalems und die vielen Dächer fuhren wir Richtung Galiläa an den See Genezareth.

Nach einer ruhigen Nacht, ohne die Rufe des Muezzins und Strassenlärm durften wir eine wunderbare Eucharistiefeier direkt am See Genezareth geniessen.
Danach führte unser Weg zum Berg der Seligpreisungen. Im kühlen Schatten hörten wir die Seligpreisungen aus der Bibel und bestaunten den Ausblick über den See. Nach einer kurzen Fahrt kamen wir zur Brotvermehrungskirche in der, gemäss der Tradition, die Brotvermehrung stattfand. Nach einem kurzen Spaziergang kamen wir zur Primats Kapelle, in der Jesus Petrus dreimal fragt, ob er ihn liebhabe und fuhren weiter nach Kafarnaum. Was für ein Erlebnis, die Ruinen der Synagoge zu betreten, die wahrscheinlich auch Jesus betreten hat, die Säulen zu berühren, die er berührt hat (ich berührte zur Sicherheit alle Säulen) und zu sitzen, wo er vielleicht gesessen hat. Im Anschluss durften wir eine Bootsfahrt auf dem See Genezareth machen und den Bibeltext des Seesturms hören.

An unserem Vorletzten Tag ging die Reise nach Nazareth. Zur Kirche wo damals die Quelle stand, in der Maria Wasser holte und zur Kirche mit Marienikonen aus der ganzen Welt, die über ihrem Haus gebaut wurde. Nach einer kurzen Fahrt kamen wir zum Berg Tabor mit der Verklärungskirche. Dort in der «Hütte» des Elias durften wir Eucharistiefeiern – und hörten wie Petrus, Jakobus und Johannes drei Hütten bauen wollten.
Auf der Rückfahrt besuchten wir die Ausgrabungen von Magdala, bei denen vor wenigen Jahren die Überreste der Synagoge mit dem Magdalastein gefunden wurden.

Ja und dann, nach einem wunderbaren Gottesdienst direkt am See Genezareth hiess es am Sonntag, 9. Oktober auch von Galiläa Abschied zu nehmen und zurück in die Schweiz zu fliegen. Schön war es, danke allen, die dabei waren.

Text: Daniela Schmid Fotos: Angelika Koch