Adolf Bachmann - 50 Jahre Kirchenchor Littau


 

 

 
 

 

10 000 Stunden Gesang und Engagement

  

Adolf Bachmann ist im Rönnimoos aufgewachsen. Er hat schon immer gerne gesungen: „Wenn der Schulinspektor mal zu Besuch kam, durfte ich ihm immer etwas vorsingen“

Musik und Singen waren immer etwas Wichtiges im Leben von „Baschi“. Früh lernte er Gitarre spielen und später trat er dann mit dem Trio „El Tirano“ in der ganzen Schweiz an Turnerabenden oder Vereinsanlässen auf. Das Repertoire bestand vor allem aus beliebten Schlagern und damaligen Hits.

„Von der Mutter habe ich die Liebe zum Singen und Jodeln mitbekommen. Sie hat mich auch das Jodeln gelernt. Beim Abwaschen wurde bei uns daheim auch immer gesungen“.

 
 

So wurden auch der damalige Chorleiter Adolf Süess und der Vereinspräsident Franz Schürmann auf ihn aufmerksam. Als Adolf 20 Jahre alt war, kamen sie persönlich bei Bachmanns zu Hause vorbei (sicher nicht, bevor sie sich nach seinem guten Leumund erkundigt hatten....!!) und fragten ihn, ob er im Chor mitsingen wolle. So begann eine lange „Chorkarriere“.

Zu jener Zeit wurde noch an jedem Sonntag in der Kirche gesungen. Für den jungen Adolf war dies besonders hart, da ja am Samstagabend immer Ausgang, das heisst Auftritte, angesagt waren. Auch lagen nicht viele Lausbubenstreiche drin, denn sonst wäre man aus dem Chor ausgeschlossen worden….!!!

Streng getrennt ging es im Chor zu und her. Es hat lange gedauert, bis Adolf auch die Frauen kennen lernte. Denn nach der Probe gingen nur die Männer in den Ochsen.

Besonders stolz war Adolf, als er an der Primiz von seinem Schulkollegen Franz Xaver Süess anno 1968 singen konnte. Dies war zugleich auch der erste Auftritt von Walter Amrein als neuer Chorleiter.

Von da an wurde vieles leichter. Der Generationenwechsel in der Leitung, mit Walter Amrein, brachte die willkommene Öffnung und einen lockeren Umgang.

Beruf, Familie und den Chor unter einen Hut zu bringen war für Adolf nicht immer einfach, da er oft im Schichtbetrieb gearbeitet hatte.

Viel Rücksicht und Verständnis brauchte es immer auch von seiner Frau Agi und den Kindern. Besonders an Weihnachten, wenn sich das familiäre Feiern nach dem Singen in der Kirche richten musste.

Auch nach 50 Jahren macht ihm das Singen nach wie vor viel Freude. Auch der gute Kontakt unter den Chormitgliedern motiviert ihn immer wieder aufs Neue an den vielen Proben teil zu nehmen.

Adolf Bachmann hat auch die Verdienstmedaille "Musica sacra" vom bischöflichen Ordinariat in Solothurn bekommen.

 

Woran denkst du am liebsten zurück?

„Eine grosse Bereicherung waren jeweils die weltlichen Konzerte und Aufführungen mit Orchester oder anderen Chören. Wer erinnert sich nicht an das gemeinsame Konzert mit dem Chor von Wolhusen oder an die Auftritte im Zentrum St. Michael mit den südamerikanischen Klängen. 

Auch an die vielen GV's und die Chlaushöcks denke ich gerne zurück, als ich die Gitarre mit nahm und dann dazu viel gesungen wurde“. 

 

Wie lange wirst du noch mitsingen?

Ich bleibe noch so lange im Kirchenchor, wie es meine Gesundheit erlaubt.

  

Welches war dein Lieblingskonzert?

Das Konzert "Paulus" von Mendelssohn mit dem Kirchenchor Wolhusen.

  

Welches ist dein Lieblingsstück zum Singen?

Ich singe alles gerne, die Abwechslung ist ja gerade das Schöne.

  

Welches ist deine Lieblingsblume?

Die Gerbera

 

Welches ist deine Lieblingsmusik?

Ich liebe alle Musiksparten von Operette bis Volkstümlich und Blasmusik, die ich früher selber auch gespielt habe.

 

Welches ist dein Lieblingsessen?

„Filet mignon“ mit Nüdeli und Gemüse.

 

Was sind deine Hobbies?

Musik, Wandern und in der Natur sein

 

Herzlichen Dank für das Interview und sicher im Namen aller Leser wünsche ich dir für die Zukunft alles Gute und noch viele frohe Gesangsstunden!

 

Rita von Prunner