Segnungen im Februar 2019

 


Die Segnungen finden bei uns zu folgenden Zeiten statt, immer in der Pfarrkirche:

 

Kerzensegnung: Samstag, 2. Februar, 18 Uhr und Sonntag, 3. Februar, 10 Uhr

Blasiussegen:    Samstag, 2. Februar, 18 Uhr, und Sonntag, 3. Februar, 10 Uhr

Brotsegnung:     Mittwoch, 6. Februar, 9.15 Uhr

Für die Kerzen- und Brotsegnung bringen Sie einfach Ihre eigenen Kerzen bzw. Brote mit und legen sie vor den Altar zum Segnen.

 


Vertrauen schöpfen: Was diese speziellen Segnungen und Tage bedeuten

 

Nach Lichtmess (2. Februar) werden die Tage wieder länger. Gemessen an der dunkelsten Zeit scheint die Sonne über eine Stunde länger. Mit dem wiederkehrenden Licht wächst bei mir das Vertrauen auf den Frühling, auf das wiederkehrende Leben, auf die neu aufkeimenden Energien. Langsam, aber sicher wendet sich die Erde wieder der Sonnenseite zu. An Lichtmess (heute heisst der Feiertag Darstellung des Herrn) werden die Kerzen, die für den Gottesdienstgebraucht werden, gesegnet. Kerzen, die an Lichtmess gesegnet werden, geben nicht nur Licht zum Beten, sondern sie sollen auch vor Unwetter schützen.

 

Am 3. Februar, am Festtag des heiligen Blasius, wird traditionsgemäss der Hals gesegnet. Die Legende erzählt, dass durch die Fürsprache des hl. Blasius ein Junge vor dem Erstickungstod gerettet werden konnte. Weiter berichtet die Legende, der hl.Blasius habe vor seinem Märtyrertod Gott gebeten, dass alle, die ein Übel ander Kehle oder sonst ein Siechtum haben, Erhörung fänden, wenn sie in seinem Namen um Gesundung bäten. Gott soll diese Bitte Blasius gewährt haben. Daraus entwickelte sich dann der Brauch der Halssegnung.

 

Am 6. Februar wird das Agatha-Brot gesegnet. Agatha ist die Patronin der Feuerwehr, weil auf ihre Fürsprache hin die Stadt Catania, der Heimatort der hl. Agatha, vor dem Lavastrom verschont wurde. Agatha-Brot ist ein wahres Wundermittel an Funktionen: Agatha-Brot schütze vor Fieber und Krankheiten der Brust und helfe gegen Heimweh, das ja oft «wie Feuer brennt»; man gab dieses Brot Frauen gleich nach der Geburt eines Kindes, um den Milchfluss zu sichern. Dem Vieh wurde es vor dem Alpauftrieb gefüttert, damit sich die Kühe vertragen, Ochsen vor dem ersten Anspannen vor einen Pflug und Kühen vor dem Kalben; in Ecken gestreute Krumen dieses Brotes bewahren vor Feuer. Allen diesen für uns aufgeklärte Menschen seltsam anmutenden Bräuchen gemein ist die Hoffnung auf den Zuspruch, den Segen, den Schutz. Das Vertrauen,dass Gott es gut meint mit uns Menschen, dass die Lebenskraft stärker ist, als Krankheit und Naturgewalten. So wie die Tage unaufhaltsam heller werden.